Am Weg nach oben
Heike R. Mein Name ist Heike R., ich bin 29 Jahre alt und lebe in Salzburg. Nun zu meiner Geschichte! Nach meiner AHS-Matura am Oberstufenrealgymnasium in Lienz/Osttirol begann ich ein Psychologiestudium an der Universität Klagenfurt. Da ich mir allerdings das Studium selbst finanzieren musste, war ich gezwungen in meinen Nebenjob (den ich schon während meiner Schulzeit ausübte) tätig zu sein. Ich musste leider bereits nach einem Semester erkennen, dass entweder das Studium oder die Arbeit litt bzw. ich unter beidem (Montag – Donnerstag Uni, Freitag bis Sonntag Arbeit usw.). Da ich Mittelmäßigkeiten verachte und ich meinen Tätigkeiten gerne 100%ige Aufmerksamkeit schenke, entschied ich mich meinen Nebenjob als Radiomoderatorin zum Hauptberuf zu machen. Nach zwei Jahren kam der kleine Privatsender leider in finanzielle und wirtschaftliche Schwierigkeiten und so kam es, dass ich zwar einer sehr umfangreichen Arbeit nachging (Redaktion, Sekretariat, Technik, Moderation und Marketing), dafür jedoch monatelang keinen Lohn erhielt. Schulden machen müssen trotz Arbeit? Das kann nicht sein dacht ich mir. Da ich jedoch „nur“ eine AHS-Matura vorzuweisen hatte und daher über keine fundierte kaufmännische Ausbildung verfügte, blieben mir leider Tür und Tor zu Bürojobs verschlossen. So stand ich nun ohne Job da. Da ich jedoch kein Mensch bin, der sich unnötig in Mitleid suhlt, beschloss ich kurzer Hand meine Arbeitslosigkeit den Kampf anzusagen und absolvierte eine Friseurlehre. Aufgrund meiner Matura und dem Abschluss der Berufsschule mit ausgezeichnetem Erfolg war mir eine Lehrabschlussprüfung bereits nach 1,5 Jahren möglich. Gesagt getan. Da ich aber nie vor hatte diesen Beruf auch auszuüben, streckte ich meine Fühler wieder in andere Richtungen aus. Bis jetzt hatte meine Geschichte noch nicht sehr viel mit dem WIFI zu tun, doch ab hier geht’s nun los mit meinem W(ifi)eg nach Oben. Ich beschloss beim WIFI einen Buchhaltungskurs zu besuchen und bekam kurz darauf die Möglichkeit, in einer Steuerberatungskanzlei Fuß zu fassen und Büroerfahrung (fachspezifischer Natur) zu sammeln. Aufstiegstechnische und finanzielle Gründe veranlassten mich meinen Wohnsitz von Osttirol nach Salzburg zu verlegen. Da ich nun doch einiges an Erfahrung sammeln konnte und auch vorzuweisen hatte, bewarb ich mich bei einem Projektmanagementbüro und stieß so auf eine Firma, die glücklicherweise meine Vielfältigkeit meiner bisherigen beruflichen Laufbahn zu schätzen wusste. So bekam ich unter mehr als 60 Bewerberinnen die Chance, meine berufliche Laufbahn in Salzburg zu starten. Die Firma in der ich begann war erst im Aufbau und so wurde ich zu selbständiger und eigenverantwortlicher Arbeit im Sekretariat erzogen/ermutigt. Ich besuchte beim WIFI einen Excel-Kurs um mich auch edv-technisch auf neuesten Stand zu bringen. Neben weiteren Kursen wie „Rechtschreiben aktuell“, privater Fortbildung und dem Bundeslandsieg für Salzburg im Österreichweiten Wettbewerb „Assistant of the year 2006“ entwickelte ich mich stetig weiter und konnte auch dank WIFI die fehlenden Bausteine für eine erfolgreiche Bürokarriere Stück für Stück erwerben. Unsere Firma, bei der ich zwischenzeitlich schon seit 5 Jahren tätig bin, hat sich in den letzten Jahren von zwei Chefs und meiner Wenigkeit zu einer Firma mit zwei Chefs, fünf Sekretärinnen und sieben Technikern entwickelt. Vor ca. einem Monat habe ich nun den WIFI-Kurs „Führungstraining für Nachwuchskräfte“ besucht und leite nun als Assistentin der Geschäftsleitung (Chefsekretärin) zusätzlich das gesamte Sekretariat. Wenn ich mir meinen Werdegang so ansehe, so muss ich doch sagen, dass man dank WIFI und viel Eigeninitiative auch ohne fachspezifische Grundausbildung seine Ziele und eine durchaus vorzeigbare Karriere erreichen kann. WIFI macht´s möglich.